Intelligentes Einrichten auf unter 40qm Mai 2016

Wohnen Tipps-und-Tricks Stauraum

Carrie Bradshaw, schuhverrückte TV-Hauptfigur in „Sex and the City“ hat uns gelehrt, größer zu denken. Selbstverständlich verdienen Schuhe einen eigenen Palast und unbestritten liefert das Ankleidezimmer einen betonbaren Mehrwert. Im separaten Arbeitszimmer reichen sich Konzentration und Eifer die Hände, während sich im Gästezimmer der langersehnte Besuch ausbreitet, um in dringenden Fällen aufs Gäste-WC auszuweichen.

Doch was, wenn der Platz einfach nicht ausreicht? Müssen Träume gleich zerplatzen wegen fehlender Quadratmeter? Keinesfalls. Wir denken sie einfach neu und bedienen uns einiger Tricks.

Haselmaier Wohnzimmer Wohnen, Spielen, Fernsehen, Essen, Arbeiten und Schlafen auf engem Raum - kein Problem bei richtiger Planung

Spiegel verleihen einem Raum mehr Tiefe und lassen ihn größer erscheinen. Das reflektierte Licht täuscht uns vor, dass sich hinter dem Spiegel ein weiterer Raum befindet. Dabei ist die Position so zu wählen, dass helle Flächen wie Fenster oder Wände reflektiert werden. Enge Räume können so im Handumdrehen breiter wirken. Auch die richtige Farbe ist entscheidend. Pastellfarben frischen auf und vergrößern den Raum optisch. Grundsätzlich gilt: Verzichten Sie auf kraftvolle Wandfarben und setzen Sie bewusst helle Farben ein. Akzente können mit Kissen oder anderer Deko gesetzt werden.

Ungenutzte Platzreserven werden mit den richtigen Möbellösungen aktiviert. Toten Ecken und Nischen wird so Leben eingehaucht. Unter Treppen verbirgt sich oft genügend Raum für passgenaue Schränke und Sideboards, Fensterbänke lassen sich verbreitern und dienen als kuschelige Leseecke oder zusätzliche Sitzgelegenheit. Funktionales Design hilft ungemein – die Couch wird zum Gästebett, die Konsolenblende zum Arbeitsplatz.

Raumhöhe von Altbauten wirkt nicht nur speziell, sondern bietet auch noch Optionen zur Wohnraumerweiterung. Bei entsprechender Deckenhöhe entsteht so ein Schlaf- oder Arbeitsplatz im „ersten Stock“. Der geschickte Einsatz von Raumteilern trennt Räume nicht nur optisch voneinander, sondern liefert auch noch Stauraum.

Haselmaier Küche Klare Linien und große Flächen lassen die Küche größer wirken, der schwebende Tisch schafft optisch und tatsächlich mehr Raum

Das oberste Credo bei kleiner Fläche lautet „weniger ist mehr“. Mit klaren Linien und auf das Wesentliche reduzierter Einrichtung wirkt ein Raum erst richtig. Bodenflächen sollen möglichst freigehalten werden. Hängen Möbel an den Wänden, schafft das räumliche Weite.

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Wolfgang Haselmaier, Gründer & Tischler mit Leib und Seele